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Jahrgang 2024

Mit Christoph Brosius spielerisch neue Wege gehen

Was können Museen von Spiele-Entwickler:innen lernen? Das Programmjahr 2024 stand unter dem Motto Games, Game Thinking und den Methoden, Prozessen und Perspektiven, die in der Gestaltung von interaktiven Angeboten angewendet werden. Der Jahreskurator und Spiele-Experte Christoph Brosius zeigte auf, dass viele der Werkzeuge hervorragend auf den Museumsalltag übertragbar sind.

Aus dem Werkzeugkoffer der Game-Designer:innen

Wirtschaftlich und kulturell sind digitale Spiele längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Vor diesem Hintergrund richteten wir den Blick nicht nur auf das Spiel selbst, sondern auf dessen Gestaltung. Wir öffneten den Werkzeugkoffer der Game-Designer:innen, analysierten Methoden, Prozesse und Denkweisen und übertrugen sie auf den Museums- und Kulturbereich. Es ging darum, zu verstehen, wie Erlebnisse gestaltet werden und was Museen daraus lernen können.

Treiber für Veränderungsprozesse

Den Auftakt des Programms bildete die Auseinandersetzung mit den Grundlagen des Game Thinking auf Basis der Arbeit von Game-Designerin Amy Jo Kim und Gamification-Pionier Yu-Kai Chou. In vier einstündigen digitalen Session stellte Christoph die von dem Autor identifizierten acht Treiber für Verhaltensänderungen vor. Die Teilnehmenden wählten jeweils einen der Treiber und versuchten, diesen in ihrem Museum umzusetzen. Die Teams arbeiteten institutionsübergreifend zusammen, tauschten sich aus und unterstützten sich gegenseitig. Christoph coachte und begleitete die Teams.

Tools für die Gestaltung wirkungsvoller Erlebnisse

Wie gestaltet man für ein Millionenpublikum? Und wie nur für eine einzige Person? Was kann man von dem einen oder anderen Extrem lernen? Zur Beantwortung dieser Fragen regte Berater und Game Designer Philipp Zupke in seinem Impuls über Werkzeuge des Free-to-Play Game Designs an. Der Unternehmer und Autor Abraham Burickson lud die Teilnehmenden ein, nicht mehr über Dinge nachzudenken, sondern über die Erfahrungen, die diese Dinge ermöglichen.

Begegnungen und Austausch

Monatliche digitale Coffee-Breaks begleiteten das Programm und ermöglichten Raum für informellen Austausch. Ausgewählte Museen hatten darüber hinaus die Möglichkeit, an drei zusätzlichen Coaching Sessions teilzunehmen. Wer wollte, traf sich auch während der ICOM Bodensee-Tagung in Friedrichshafen zum informellen Austausch.

Außerdem reisten wir in die Niederlande und informierten uns in Amsterdam, Leiden, Rotterdam und Haarlem über Beispiele guter Praxis in den Bereichen Community Building, Partizipation und Game Design. Beim Abschluss des Programms auf Schloss Hasenwinkel verdichteten Christoph und die Teilnehmenden ihre gesammelten Erfahrungen und präsentierten die entwickelten Projekte in einer „Open Mic“-Werkzeugshow.

Impuls­gebende

Christoph Brosius

Unternehmer und Berater, Christoph Brosius

Philipp Zupke

ist Berater mit einem Abschluss in Game Design und langjähriger Expertise in der Spielentwicklung.

Abraham Burickson

ist Unternehmer, Autor von „Experience Design: A Participatory Manifesto“ und langjähriger Berater mit einem Hintergrund in Architektur und Poesie.

Christoph Brosius

Unternehmer und Berater

Christoph Brosius

Christoph Brosius ist Unternehmer und Berater mit Fokus auf spielerischer Komplexitätsreduktion. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Kreativwirtschaft und Filmbranche. Er ist Mitgründer der Game Thinking Agentur Die Hobrechts, Geschäftsführer des E-Mental-Health Entwicklers Circumradius und spricht in seinem Podcast über„Servant Leadership“.
2024 war er DrM-Programmkurator, seitdem bietet er Coachings für die teilnehmenden Museen an.

  • Potentialentfaltung
  • Komplexitätsreduktion
  • Gamification

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